Zeitlehren
Zeitlehren

Wir freuen uns, dass die Stiftung Zeitlehren folgende Publikationen mit einem Druckkostenzuschuss unterstützen konnte:

 

Geförderte Publikationen

 

Kinzel, Tanja, "Im Fokus der Kamera. Fotografien aus dem Getto Lodz"

Metropol Verlag 2021

 

 

Aus dem Getto Lodz ist eine außergewöhnliche Vielfalt fotografischer Aufnahmen überliefert: Militärs, Polizisten, Funktionäre und Zivilisten hielten mit der Kamera ihre Arbeit und ihren Blick auf die jüdische Bevölkerung fest. Jüdische Fotografen fertigten im Auftrag des "Judenrats" Passbilder und dokumentierten Lebensbedingungen, Einrichtungen und Arbeitsstätten. Zudem nutzten sie das Material, um im Geheimen unter anderem auch Deportationen zu fotografieren.

Tanja Kinzel kontextualisiert die fotografischen Bestände und analysiert die Perspektiven der Fotografierenden. Dieser Fokus erlaubt es, das Bild von Tätern wie auch von Verfolgten zu diffenrenzieren - und Letztere als Akteurinnen und Akteure in der Lebenswelt des Gettos zu zeigen.

(Text: Metropol Verlag)

 

Spohr, Johannes, "Die Ukraine 1943/44. Loyalitäten und Gewalt im Kontext der Kriegswende"

Metropol Verlag 2021

 

 

Im Kontext der Rückzüge der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg wurde die Ukraine abermals zum Schauplatz von Massengewalt. Die spezifischen Pläne und Dynamiken der späten Phase des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion bedeuteten Raub, Verschleppung, Mord und Zerstörung. Johannes Spohr zeichnet nach, wie sich die deutsche Besatzung im "Generalbezirk Shitomir" unter dem Eindruck der Kriegswende entwickelte und wie sie sich auf unterschiedliche Teile der Bevölkerung auswirkte, wie sie wahrgenommen und bewertet wurde, welche Verhaltenspräferenzen sich unter den veränderten Bedingungen ab 1943 heraus-bildeten. Von der NS-Besatzung Betroffene treten dabei als AkteurInnen ihrer eigenen Geschichten in Erscheinung.

 

(Text: Metropol Verlag)

 

Die Stiftung

Die Stiftung Zeitlehren möchte durch die Förderung von wissenschaftlichen Projekten verschiedener Fachbereiche sowie von Bildungsinitiativen einen Beitrag zum Austausch über Fragen der Entstehung und Ausprägungen antidemokratischer und menschenverachtender Ideologien leisten. Neben einem Bewusststein für die Wurzeln und Auswirkungen insbesondere des deutschen Nationalsozialismus im 20. Jahrhundert soll dabei auch unser heutiges Verständnis von Demokratie, Gleichberechtigung und kultureller Teilhabe in den Fokus gerückt werden. Die Stiftung Zeitlehren verfolgt diese Ziele durch eigene Fördermaßnahmen und durch die Unterstützung von Nachwuchswissenschaftler*innen, deren Projekte sich mit Aufklärung und Erinnern befassen und/oder von Engagement für die mündige Gestaltung der gegenwärtigen Gesellschaft und die Zukunft der Demokratie getragen sind.

 

Kooperationen und Spenden

Wir freuen uns sehr über Kooperationspartner*innen, die unsere Arbeit begleiten möchten. Treten Sie gerne mit uns in Kontakt!

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Hier finden Sie eine Liste der von der Stiftung Zeitlehren geförderten Nachwuchswissenschaftler*innen.